Viele Unternehmen gehen davon aus, dass die Vergütung Motivation genug ist, um ihre Mitarbeiter glücklich zu machen. Sind Sie auch dieser Meinung?

Wie von Truchseß & Brandl teilen diese Ansicht nicht. Wir sehen die Mitarbeitermotivation als ein wichtiges Instrument einer agilen Unternehmensführung.

Erfahren Sie hier wie Sie die richtigen Rahmenbedingungen für zufriedene Mitarbeiter schaffen und Anreize bieten, die Ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen motivieren.

Denn, ein Unternehmen ist nur soviel wert wie deren Mitarbeiter.

Wie sieht es mit der Mitarbeitermotivation in Deutschland aus?

Aktuelle Studien besagen, dass die Mitarbeiterzufriedenheit in den letzten Jahren abgenommen hat. Nur mehr ein geringer Prozentsatz aller Beschäftigten in Deutschland fühlt sich emotional mit dem Unternehmen verbunden.

Zwischenmenschliche Beziehungen werden großgeschrieben, mehr als die Hälfte der Beschäftigten wünscht sich ein gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten. Eigentlich nicht verwunderlich, verbringen wir doch einen Großteil des Tages im beruflichen Umfeld. Viele Mitarbeiter würden sich zudem auch gerne in der Freizeit mit Kollegen treffen, dies stärkt die Bindung und schweißt zusammen.

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Zufriedenheit der Mitarbeiter stellt die flexible Arbeitszeitgestaltung dar. Um Beruf und Privatleben besser koordinieren zu können, wünschen sich viele Angestellte auch die Möglichkeit zu Home-Office Tagen und flexibleren Arbeitszeiten.

Welche Folgen hat eine schlechte Mitarbeiterzufriedenheit für das Unternehmen?

Es gibt nach wie vor einige Unternehmen, die dem Thema Mitarbeiterzufriedenheit nur wenig bis gar keine Bedeutung schenken, das spiegelt sich allerdings auch in deren Erfolg wider.

Wirtschaftlich gesehen kosten demotivierte Arbeitskräfte dem Unternehmen über kurz oder lang Geld. Dies ist vor allem den überdurchschnittlich häufigen Krankenständen und längeren Abwesenheiten der Mitarbeiter geschuldet. Doch auch eine Abnahme der Produktivität, mehr Arbeitsunfälle und ein höherer Schwund bei der Inventur lässt sich auf unzufriedene Angestellte zurückführen.

Zufriedene Mitarbeiter zeigen eine höhere Arbeitsmoral, sie arbeiten effektiver und bleiben konzentriert. Wohingegen sich demotivierte Mitarbeiter häufig mit privaten Dingen während der Arbeitszeit beschäftigen, weniger Kreativität an den Tag legen und wenig produktiv sind.

Unternehmen, die Wert auf eine hohe Qualität legen, definierte Ziele erreichen möchten und wettbewerbsfähig bleiben wollen, sollten sich also um die Motivation und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter kümmern.

Die verschiedenen Formen der Motivation

Im wirtschaftlichen Kontext gibt es zwei Formen der Motivation. Einerseits die intrinsische Motivation und andererseits die extrinsische Motivation.

Intrinsische Motivation

Diese Form der Motivation bezeichnet Mitarbeiter, die von sich aus Maßnahmen setzen, dem Unternehmen zum Erfolg zu verhelfen. Diese Motivation kommt von ihm selbst, ohne äußeren Einfluss des Arbeitgebers. Mitarbeiter, die aus einem inneren Impuls heraus produktiv sind, fühlen sich mit dem Unternehmen verbunden, sei es aus innerer Überzeugung, Freude an der Arbeit oder der Tatsache, dass er sich mit der Unternehmenskultur identifizieren kann und die Werte und Ansichten seines Arbeitgebers teilt.

Extrinsische Motivation

Hier kommt die Motivation von außen, sei es ein gutes Gehalt, der drohende Verlust des Arbeitsplatzes oder Sanktionen des Chefs bei schlechter Leistung. Der Mitarbeiter erwartet für Leistung oder Nichtleistung entweder Belohnung oder Bestrafung. Er handelt nicht aus Überzeugung und Freude, sondern aufgrund äußerer Anreize.

Was hat die Unternehmenskultur mit der Mitarbeitermotivation zu tun?

Teilen Mitarbeiter die Überzeugungen und Werte des Unternehmens und sind deren Persönlichkeitsmerkmale mit dem Arbeitsstil und der Kultur des Arbeitgebers kompatibel, spricht man von einem Cultural Fit.

Dies allein ist schon eine wichtige Voraussetzung für die Zufriedenheit der Mitarbeiter und der Motivation qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten. Die Mission des Unternehmens wird zur eigenen, die Mitarbeiter können sich mit dem Arbeitgeber identifizieren und binden sich emotional an das Unternehmen.

Neben einem fairen Gehalt steht für einen großen Teil der Arbeitnehmer viel mehr im Vordergrund, dass sie auch im Berufsleben sie selbst sein können, sich an der Arbeitsstelle wohlfühlen, ihre Talente wertgeschätzt werden und sich die Werte des Unternehmens mit den eigenen decken.

Unter Berücksichtigung dieser Aspekte bleiben Angestellte gerne längerfristig im Unternehmen, wachsen mit diesem und tragen aktiv zum Geschäftserfolg bei.

Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema.

Anreize schaffen, um die Motivation der Mitarbeiter zu erhöhen

Die Frage ist nun, welche Anreize können Unternehmen schaffen, um die Motivation ihrer Mitarbeiter zu steigern und wie können sie diese nachhaltig umsetzen?

Mit einfachen definierten Zielen, wie etwa einem festgesetzten Umsatz bis zum Monatsende und einer Belohnung beim Erreichen dieser Ziele, werden Mitarbeiter motiviert. Dies ist jedoch nicht von langer Dauer, denn nach dem kurzfristigen Erfolg sinkt die Motivation wieder. Um die Mitarbeiter nachhaltig zu motivieren, müssen Unternehmen Anreize schaffen.

Im ersten Schritt ist es wichtig die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Führungskräften zu erhöhen. Die Mitarbeiter möchten sich als Teil des Teams sehen, wertgeschätzt und anerkannt werden. Regelmäßige Mitarbeitergespräche und gelegentlicher Smalltalk lassen Sie als Führungskraft persönlicher und näher wirken.

Aber auch Lob und Anerkennung spornen Mitarbeiter zu Höchstleistungen an. Lassen Sie Ihre Angestellten wissen, dass Sie deren Leistungen und Bemühungen schätzen, Ideen dankend annehmen und ihr Engagement registrieren. Hierfür reicht oft schon ein einfaches „Danke“. Mitarbeiter die sich wichtig und wertgeschätzt fühlen, sind ihrem Unternehmen gegenüber loyal.

Schaffen Sie ein positives Arbeitsumfeld, in dem sich Ihre Mitarbeiter wohlfühlen. Oft bringen bereits ein paar Grünpflanzen, mehr Sonnenlicht, eine moderne Büroausstattung oder ein gratis Kaffee den gewünschten Effekt.

Viele Mitarbeiter wünschen sich auch eine verbesserte Work-Life-Balance. Mit der Einführung von flexiblen Arbeitszeiten, einer Erhöhung der Teilzeitstellen oder dem Wechsel auf Home-Office Tagen steigt auch die Motivation der Beschäftigten.

Fazit

Motivierte Mitarbeiter sind für jedes Unternehmen von großer Bedeutung. Zufriedene Angestellte zeigen eine hohe Produktivität und Eigeninitiative, um die Unternehmensziele zu erreichen.

Mitarbeiter unter dem Aspekt des Cultural Fit einzustellen ist jedoch nur eine Möglichkeit die Mitarbeitermotivation zu steigern. Mit einfachen Strategien können Unternehmen für zufriedene Beschäftigte sorgen.

In erster Linie ist ein gutes Betriebsklima von essenzieller Bedeutung. Nur wer sich wohlfühlt, bleibt auch gerne im Unternehmen. Auch Lob und ein positives Feedback von der Führungsebene motiviert Mitarbeiter weiterhin gute Arbeit zu leisten.

Maßnahmen zur Teambildung stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und binden die Mitarbeiter auf emotionaler Ebene an das Unternehmen. Doch auch Kleinigkeiten, wie Obstkörbe oder gratis Kaffee am Arbeitsplatz zeigen dem Mitarbeiter, dass sich das Unternehmen um sie kümmert. Möglichkeiten zur Weiterbildung und Entfaltung, eine flexible Arbeitszeitgestaltung und finanzielle Anerkennung in Form von Bonussen sind weitere Maßnahmen, die ein Unternehmen zur Förderung der Mitarbeitermotivation einsetzen kann.

Dies sind wichtige Faktoren, die dazu beitragen, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem die Mitarbeiter motiviert sind, die Anforderungen ihrer Arbeit zu erfüllen. Nichts ist mächtiger als eine Gruppe von motivierten Mitarbeitern, denn zufriedene Mitarbeiter arbeiten engagiert und werden alles tun, um ihre Arbeit so gut wie nur möglich zu erledigen. Dies führt zu einer effizienteren Arbeitsweise und in Folge zu einer höheren Produktivität.