Im ersten Stepp liegt es mir sehr am Herzen, den Kolleginnen und den Kollegen aus der klassischen Personaldienstleistung zu signalisieren, dass sie so viel mehr können als sie immer nach außen hin sichtbar machen. Im wahrsten Sinne des Wortes wird hier meist „das Licht unter den Scheffel gestellt.“ In folgenden Punkten, meine Damen und Herren ☺, habt ihr eindeutig die Nase gegenüber Euren Kollegen aus der „reinen Personalberaterfront“, die „nur“ direkt vermitteln, vorne:

1. Ihr wisst, was es heißt, ein Arbeitgeber zu sein.
2. Ihr tragt somit auch alle Arbeitgeberrisiken.
3. Ihr kennt Euch im Sozial- und Arbeitsrecht aus. Und zwar nicht nur theoretisch.
4. In den meisten Fällen leistet Ihr Sozialarbeit.
5. Ihr seid Führungskräfte und keine Vermittler mit Agenturcharakter.
6. Ihr habt viel tiefere Kalkulationskenntnisse und wisst, wie hoch die Sozialversicherungsbeiträge sind.
7. Ihr tragt Mitverantwortung bei Betriebsunfällen und kümmert Euch um die Mitarbeiter auch in Krankheitsfällen.
8. Eure Multitaskingfähigkeit und das permanente Priorisieren von Arbeitsaufgaben machen Euch zu extrem effizienten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
9. Agilität und Flexibilität: wer hat es erfunden ;-)? Die Personaldienstleistung
10. Da Ihr als Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht bzw. auch ein Versprechen gegenüber Euren Mitarbeitern (m/w/d) abgegeben habt, habt ihr immer die Möglichkeit, positiven Einfluss auf seinen Arbeitsalltag, seine Aufgabe und sein Umfeld zu nehmen. Ihr könnt täglich mitgestalten.

Meine Freundin Anouk würde jetzt sagen, es ist ein Upgrade notwendig. Und zwar ein Upgrade Eures Selbstbewusstseins. Denn mir fällt immer wieder auf (und das ärgert mich), dass Kollegen und Kolleginnen aus der Personaldienstleistung mit viel weniger Selbstvertrauen ihre Arbeit verrichten als vergleichsweise Personalvermittler.

Viele scheuen zurück, wenn es darum geht, die Direktvermittlung als weitere Vertragsform in ihr Aufgabengebiet mitaufzunehmen. Aussagen wie „Der Bewerber merkt doch, wenn ich keine Ahnung von seinem Aufgabengebiet habe“ oder „Die Kandidaten verdienen zum Teil mehr als ich“ zeigen, welche emotionalen Gedanken eine Weiterentwicklung verhindern. Das ist einer von weiteren 10 Punkten, die es zu beachten gilt, wenn man die Personalvermittlung als strategisches Instrument in seinem Business implementieren will.

Fortsetzung folgt. ☺