Trefft die Entscheidung…

und seid dabei völlig unperfekt! Habt ihr schon einmal eine Entscheidung getroffen und euch dann gelöst gefühlt? Das ist kein Wunder, denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Entscheidungen treffen, Sorgen und Ängste mindert — und uns dabei unterstützt, Probleme zu lösen und unser Selbstbewusstsein stützt. Wichtig ist dabei, zu seiner Entscheidung auch in aller Konsequenz zu stehen und nicht bei der ersten Sturmböe die Segel zu streichen.

Perfektionismus in allen Lebenslagen ist daher nicht das Ziel, da dieser, wissenschaftlich nachgewiesen, Stress auslöst. Perfektion ist außerdem langweilig, macht uns damit auch meist zu anstrengenden Gesprächspartnern und schwächt unseren Entscheidungswillen. Nur leider neigen Frauen dazu, mit diesem hohen Anspruch an sich durch das (Geschäfts-) Leben zu gehen und dieser hindert uns oft daran, klare Aussagen zu treffen.

Jetzt fragst Du Dich zurecht: „Was hat das denn mit dem Thema Preis- bzw. Honorarverhandlungen zu tun?“

Preisverhandlungen sind bereits am Anfang des Dialoges zum Scheitern verurteilt, wenn Du für Dich keine klare Entscheidung getroffen hast, welchen Wert Deine Dienstleistung, Arbeit oder Dein Produkt hat. Zu langes Zögern, Unsicherheiten und ein zu leises Antworten auf die Frage: „Was willst Du verdienen?“ oder „Wie viel kostet Dein (z.B. Seminar-) Angebot?“ verschlechtern jegliche gute Ausgangssituation für Preis- und Honorarverhandlungen.

Denn unter dem Einfluss des Gedankengutes „Ich bin nicht perfekt, mein Angebot auch nicht“, „Ich glaube, meine Konkurrenz hat schon ein viel weiter entwickeltes Produkt“, „Der Kunde orientiert sich nur am Preis.“, „Mehr kann ich als Frau nicht verlangen“, „Soviel bin ich nicht wert“, orientieren sich Angebote oft nicht wirklich am Marktgeschehen. Sie fallen daher in der Regel zu günstig aus oder man kann sich bei den Verhandlungen nicht durchsetzen und verliert bei zu schnellem Preisnachlass an Glaubwürdigkeit. Und nur damit keine Missverständnisse aufkommen, ich meine nicht damit, dass man Preiseinwänden von Kunden wie folgt begegnen sollte: „Ich glaube, Sie vergleichen gerade Äpfel mit Birnen“. Solche Pauschalaussagen reizen den Kunden eher und führen in der Regel zu einer schlechten Kommunikationsgrundlage. Es geht schlicht darum, dass die oben genannten Gedankenpfeiler gerade in der Kommunikation mit Kunden oder Vorgesetzten zu einer defensiven Haltung führen, die einen bremsen und abhalten, erfolgreich zu sein.

„If you pay peanuts, you get monkeys” ist auch ein Glaubenssatz, dem man sich gerne widmen darf, einem jedoch in der Argumentationsphase mit Kunden keinen Meter weiterbringt. Was zählt ist, konkret zu wissen, was will ich verdienen? Wo ist meine Preisuntergrenze? Wo stehe ich auf und lasse das vermeintlich „lukrative“ Angebot ziehen? Warum bin ich mein Geld wert? Was ist MEIN Preis-Leistungsverhältnis? Ganz unabhängig davon, ob ich Angestellte oder Selbständige bin.

„Der Wettbewerb ist gnadenlos, es herrscht ein einziger Preiskampf“ gehört genauso in den geistigen Mülleimer geschmissen wie „Männer verdienen grundsätzlich mehr wie Frauen“. Welche Bilder haben wir denn da im Kopf? Kampf, unumstößliche Wahrheiten, veraltete Weltbilder und damit verbunden ein starkes Ohnmachtsgefühl. Leichtigkeit und Freude beim Verhandeln fühlt sich anders an. Die gute Nachricht ist, dass man Verhandeln lernen kann und Frau dabei immer besser wird! Es geht schlicht um den richtigen Mix aus Einstellung, Technik und Taktik. Wie das gelingt, zeige ich in meinem Vortrag „Preisverhandlung: Sei eine Kaiserin in der Königsdisziplin!“ Nach dem Vortrag gibt es die Möglichkeit, mir konkrete Fragen zu stellen und jeder kann mit Hilfe einer zur Verfügung stehenden Checkliste etwas ganz Konkretes für sich nach Hause nehmen.

2018-03-01T09:04:09+00:00Oktober 10th, 2017|Categories: Blog, TOP AKTUELL|0 Comments

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